Biodiesel-Boom belebt Maschinenbau
Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH verzeichnet starke Nachfrage nach Hochleistungs-Schneckenpressen
Hamburg-Harburg -
Die Gewinnung von Ölen aus biologischen Rohstoffen hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurden Pflanzenöle zur Zubereitung von Speisen verwendet und im Mittelalter ist erstmals Rapsöl als energetischer Brennstoff entdeckt worden. Durch die zunehmende Verknappung fossiler Brennstoffe kommt der Gewinnung biologischer Energieträger wieder verstärkte Bedeutung zu. So wächst der Markt für Biodiesel aus Rapsöl beständig. Davon profitiert auch die Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH, Weltmarktführer bei Schneckenpressen, der Schlüsseltechnologie zur Herstellung pflanzlicher Energieträger.
„Der Biodiesel-Boom hat die Nachfrage nach leistungsstarken Schneckenpressen, zur Gewinnung von Rapsölen weltweit stark ansteigen lassen,“ so Günter Simon, Geschäftsführer bei Harburg-Freudenberger. „Derzeit produzieren wir so viele Maschinen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Wenn die positive Entwicklung auf dem Markt pflanzlicher Energieträger weiter anhält, rechnen wir mit einer Verdoppelung unseres Produktionsvolumens in den nächsten fünf Jahren.“
„Krupp-Pressen“ aus Harburg
Bereits seit 1940 werden im Werk Hamburg-Harburg Hochleistungsmaschinen für die mechanische Entölung von Ölsaaten, die Entfettung tierischer Abfallprodukte sowie für diverse Anwendungen in der Chemischen Industrie produziert. Im letzten Jahr wurde das ehemals zum Krupp-Konzern und dann zu ThyssenKrupp gehörende Unternehmen an die Possehl GmbH aus Lübeck veräußert. Überall auf der Welt sind jedoch die Schneckenpressen von Harburg-Freudenberger nach wie vor als „Krupp-Pressen“ bekannt. Auch in den nächsten zwei Jahren dürfen die Maschinen noch den Verweis auf die deutsche Traditionsmarke weiterführen. Bis dahin soll der neue Unternehmensname in Fachkreisen einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad haben.
Leistungsstark und Zuverlässig
Zuverlässigkeit, Bedienungsfreundlichkeit, hohe Durchsätze und Entfettungsgrade sowie langlebige Verschleißteile begründen den guten Ruf der Maschinen aus Hamburg-Harburg. Das Funktionsprinzip der Schneckenpressen ist denkbar einfach. In einem geschlossenen Stahlmantel rotiert eine Endlosschraube bzw. –schnecke. Sie verdichtet und presst das eingefüllte Saatgut bis das eingekapselte Öl herausgepresst und aufgefangen werden kann. Die leistungsstärksten Maschinen können am Tag bis 650 Tonnen Saatgut verarbeiten und daraus bis zu 400.000 Liter Öl gewinnen.
Zweitausendste Presse wird ausgeliefert
In den kommenden Wochen wird die 2.000. Schneckenpresse ausgeliefert. Der Erfolg und die Beliebtheit der Pressen zeigt sich auch daran, dass in einigen Ländern versucht wird, die Harburg-Freudenberger-Technik zu kopieren. Doch natürlich ist kein Nachbau qualitativ mit dem Original aus Deutschland zu vergleichen, zumal ständig Produktverbesserungen durchgeführt werden und regelmäßige technische Innovationen die Leistungsfähigkeit der Schneckenpressen weiter verbessern. In Kürze wird Harburg-Freudenberger eine neue Presse mit einem kompakten, aber noch leistungsstärkeren Antrieb auf den Markt bringen. Damit soll dem Bedarf der boomenden Bio-Diesel-Fabrikation entsprochen werden, noch größere Füllmengen an Saatgut zu Öl verarbeiten zu können.
Weltweit führend
Die Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH ist mit 1060 Mitarbeitern weltweit eines der führenden Maschinenbau- und Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Gummimischtechnik, Kautschuktechnik und Speiseöltechnik. Mit Produktionswerken in drei Ländern (Deutschland, Kroatien und USA) sowie Standorten und Vertretungen auf der ganzen Welt konnte im letzten Jahr ein Umsatz von über 170 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Seit Sommer 2005 gehört das Unternehmen zur Lübecker Possehl GmbH. Mehr Informationen zum Unternehmen und den Produkten erhalten Sie unter www.harburg-freudenberger.de.


